Veröffentlicht am 14. Oktober 2021
Ein Beitrag von Matthias Zühlke

Frauen in Gehaltsverhandlungen: Kandidatinnen fällt es schwer, Gehaltswünsche zu formulieren

„Über Geld spricht man nicht“ heißt es im Volksmund. Und tatsächlich fällt es vor allem Kandidatinnen schwer, Gehaltswünsche zu formulieren.

Was mir in Gesprächen immer wieder auffällt:

  1. Frauen sind sehr viel interessierter an Inhalten, Unternehmenskultur und Teams als am Geld. Männern geht es im Vergleich um Entwicklung, Titel und Geld.
  2. Frauen trifft die Frage nach Gehaltsvorstellung häufig unvorbereitet. „Oh, darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht“ höre ich oft. Folglich haben sie sich keine Argumentation überlegt.
  3. Frauen sind auch in Sachen Geld emotionaler. Sie nennen ungern konkrete Gehaltsforderungen und verhandeln diese noch viel weniger gern. Die meisten Männer treten hier viel entspannter und selbstbewusster auf; spielen den Ball auch zurück: „Die Position ist mit mehr Verantwortung verbunden, was Ihr Angebot sicher widerspiegeln wird.“

Kandidaten, die von Personalberatern angesprochen werden, sind ja in der Regel in einer komfortablen Verhandlungsposition. Ein Vorteil, den sich noch mehr Frauen zu eigen machen sollten. Dass diese Verhandlungsposition nicht ausgenutzt wird und dennoch ein finanzieller Anreiz besteht, ist meine Aufgabe als Personalberater.

Bildquelle: iStock.com/fizkes

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